Feed und Fudder Podcast 89 – Sneaken auf LinkedIn

Kennt ihr das auch von LinkedIn? Eine unbekannte Kontaktanfrage, bei Annahme ein freundliches Danke für die Vernetzung in euren DMs und dann beginnt es. Nach und nach. Ein Like hier, ein Kommentar da. Bis es soweit ist: die unvermeidliche Sales-Nachricht in eurem Postfach!

Eine Erfahrung, die sicher alle schon einmal gemacht haben, die auf der Business-Plattform sind. Wir sprechen im Feed und Fudder Podcast über das Phänomen „Sneaken auf LinkedIn“ und überlegen uns, wie es besser geht. Warum nicht gleich auf den Punkt kommen? Einfach sagen, was man macht und will.

Genug von sneaky Sales Botschaften in euren Nachrichten. Dann schickt doch einfach unsere Folge als Antwort. Weniger schleichen, besser kommunizieren mit Feed und Fudder.


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Transkript Feed und Fudder Podcast 89 – Sneaken auf LinkedIn

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Hier gibt es das Transkript zu Folge 89 – Sneaken auf LinkedIn

Transkript

Nicola

Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder mit Ale und mir, der Niki.

Alexander

Hallo, herzlich willkommen!

Nicola

Ganz kurz zur letzten Folge. Kann man Social Media kritisieren? Natürlich, alle da draußen, ihr habt die gehört. Bestimmt. Wenn nicht, dann guck doch mal rein. Also letzte Folge ging es darum, ob wir Social Media kritisieren dürfen, als Menschen, die im Business arbeiten. Die Folge haben wir zu früh aufgenommen, denn in meinem Heimatdorf an der Murmelbahn war so viel los, weil auf Social Media beim SWR überregional dafür, ja, für diesen Lost Place, für diesen Geheimtipp geworben wurde. Ich finde das nicht in Ordnung. Zum Thema: Ich kritisiere Social Media.

Alexander

Ja, normalerweise sind immer so die Touri-Hotspots von Influencern und Social Media belagert, aber jetzt ist es halt auch mal mitten im eigenen Dorf vor der Haustür.

Nicola

Ja, das ist tatsächlich Fluch und Segen. Also ja. Ich finde es toll, aber gleichzeitig ist es einer meiner Lieblingsorte und den kennt niemand, außer die Leute, die da wohnen. Und jetzt Ferienzeit und es ist viel los und wir sind es nicht gewohnt. Naja, aber zum Thema. Es ereilt uns schneller, als es uns manchmal lieb ist, die ganze Geschichte hier.

Alexander

Ja. Das stimmt. Und wir haben auch noch was für euch. Auch wenn ihr uns mal live sehen wollt oder wenn ihr uns nicht nur fleißig zuhören wollt, sondern vielleicht habt ihr auch mal ein Thema, das euch auf den Nägeln brennt und ihr unbedingt über dieses Thema sprechen wollt: Wir suchen noch Speaker für die AllSocial Marketing Conference. Und da hat unsere Neele, die Organisatorin der Konferenz, ein paar Grußworte für euch.

Nicola

Danke, Neele. Und kurze Info, das Ganze findet März, nee, April, April 27 statt. Nicht März, sondern April, Anfang April. Und ist ein bisschen hin, aber es lohnt sich, sich jetzt schon Gedanken darüber zu machen. Ansonsten: Wir stecken überhaupt nicht in einem Sommerloch. LinkedIn ist immer noch heiß. Also nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Diskussionen. Alexander, was ist da los auf LinkedIn? Es wird nicht ruhig.

Alexander

Ja, auf LinkedIn ist irgendwie kein Sommerloch zu spüren. Obwohl ich schon noch ein paar Kommentare gesehen habe: Gibt es ein Sommerloch auf LinkedIn? Und wir sagen nein. Und wir wollen heute über etwas sprechen und haben gedacht, das ist eine perfekte Sommerfolge, über ein Thema, das werdet ihr sehr launig finden. Wir haben auch in der Vorbereitung, wie vorhin schon, sehr viel gelacht. Aber ich glaub, es ist ein Phänomen, das habt ihr sicher schon alle auf LinkedIn erlebt. Und du hast letzte Woche für dieses Phänomen ein ganz schönes Wort erfunden. Sag doch mal, was du letzte Woche… deine Wortschöpfung.

Nicola

Weiß nicht, mein kurzes Gedächtnis. Also… Ich… Vielleicht hilfst du mir. Ich sage zu viel.

Alexander

Genau, du hast so schön Ransneaken gesagt.

Nicola

Ich sage so viel. Ganz liegen. Ja, so fühle ich mich. Es gibt so Menschen, die sneaken sich auf LinkedIn so an dich ran. Und als wir darüber geredet haben, hast sowohl du als auch ich sofort mehrere Beispiele dazu gehabt. Es fühlt sich auch wirklich so an. Also es fühlt sich so an, wie wenn du irgendwie beim Metzger stehst. Und da kommt eine Person rein und die steht erstmal nur an der Tür. Und dann geht die so ein bisschen näher an die Theke ran und dann sagt die so: Oh! Die Wurst sieht aber schön aus. Und so ist es auf LinkedIn. Die kommt so in deinen Kosmos und dann liked die mal was.

Alexander

Ja.

Nicola

Und dann kommentiert die mal was und dann irgendwann… Die Frage ist immer nur, wann kommt dann die Nachricht.

Alexander

Es ist dann aber nicht nur eine Nachricht.

Nicola

Hallo, wir sind ja vernetzt.

Alexander

Es ist dann… Genau, aber meistens ist dann auch eine Sales-Nachricht. Also mit Ransneaken, dieses Phänomen ist halt so: Du hast plötzlich in deinen Kontaktanfragen jemanden, der sich mit dir vernetzen will, den du bisher noch nie gekannt hattest. Und diese Person fängt dann nach und nach an, erstmal vielleicht harmlose Nachrichten zu schreiben, wie: Hallo, schön, dass wir uns vernetzt haben. Dann liked die deine Sachen und das dauert ewig und irgendwann mal hast du eine Sales-Nachricht: Hey, brauchst du nicht das, das, das oder das in deinen Nachrichten?

Nicola

Und eigentlich wartest du die ganze Zeit nur darauf, dass die Sales-Nachricht kommt. Also es ist so, ich glaube, vielleicht steckt da irgendwo so eine LinkedIn-Beratungsagentur dahinter, die quasi so Toolbox LinkedIn macht: So sneakst du dich im Sales an Menschen ran. Aber so ist es. Das ist wie wenn du dann irgendwie an dieser Metzgertheke stehst und dann sagst du so: Oh, die Wurst. Oh, schön sieht die aus. Sieht ja richtig schön aus. Und dann irgendwann nervt dich das und sagst: Jetzt sag doch, was du willst. Sag doch einfach, was du willst. Willst du es kaufen oder nicht?

Und ich habe… Also ich glaube, in deinen DMs sind da auch einige. Aber wenn man so ein Beispiel nimmt, ein sehr aktuelles Beispiel: Das fängt so ganz freundlich an. Hallo Nicola, hey, du machst so das und das. Oft stimmt es auch gar nicht, weil die ja gar nicht wissen, was du machst. Und dann manchmal schreiben sie dazu, was sie machen. Und dann fragen die noch so: Wo hakt es denn aus deiner Sicht am meisten? Als wolle man… Also als würde einen das interessieren, wo die Probleme liegen. Und dann so irgendwie zwei Tage später: Danke fürs Connecten, Nicola. Also wird auch immer der Name so schön dann nochmal so extra gebraucht.

Also ich glaube, das wird auch in dem Kurs, in welchem Kurs auch immer sie das gelernt haben: Man muss den Namen dann noch dazuschreiben. Lustig ist das. Der volle Name, also Nicola, benutzen bei mir ja voll wenig Leute. Also meistens sage ich eh Niki oder so, oder keine Ahnung. Frau Huth. Aber es ist so lustig, dass eigentlich dieser volle Name total selten so in der Form genutzt wird. Und es fühlt sich dann immer schon so… Ich fühle mich dann immer schon so: Huch! Kennst du das? Oh, okay. Was ist los? Ich höre zu.

Naja, und dann kommt: Kurz, warum ich mich gemeldet habe, Doppelpunkt. Und dann kommt halt, okay, ich verkaufe irgendwas. Und dann irgendwie sieben Tage später: Hey Nicola, ich komme noch mal kurz darauf zurück, mein Thema, bla bla bla. Noch freundlich, aber schon so ein bisschen pushy. Übrigens, es ist nur noch 30 Tage kostenlos und ganz unverbindlich zum Testen. So. Dann nochmal sieben Tage später: Alles gut, Nicola. Ich melde mich hier noch zum letzten Mal.

Alexander

Ja, das ist halt witzig. Du hast so ein Abgleiten von eh schon ein bisschen… Es geht immer mehr Richtung passiv-aggressiv.

Nicola

Es fängt so ganz unscheinbar, so ganz offen an, als würde man sich interessieren, und am Ende so: Alles gut, ja? Ich melde mich jetzt noch einmal. Aber dann ist auch echt Schluss. Und du denkst dir, ich wollte gar nichts von dir. Ich habe dir nicht mal geantwortet.

Alexander

Und da muss ich sagen, da gebe ich dir vollkommen recht, es fühlt sich, es liest sich alles so, als wäre das wirklich aus irgendeiner Masterclass, aus irgendeinem Coaching-Programm. Und da muss ich sagen: Hey, lass es doch einfach. Und wir wollen jetzt ja nicht nur ein bisschen uns amüsieren über dieses Ransneak-Phänomen, sondern wollen auch kurz drüber reden, wie kann man es auch anders machen. 

Und da sind wir beide der Meinung: Ich finde, es ist vollkommen legitim, LinkedIn ist ein Business-Netzwerk und es ist vollkommen legitim, sich da vorzustellen, was man macht, auch was man an Produkten verkauft. Und nur: Dann kommt doch gleich auf den Punkt. Schreibt doch einfach in eine Nachricht rein: Ey, ich mache das und das. Oder…

Nicola

Ich suche…

Alexander

Und ich suche das und das, und das war’s. Dann kann ich gleich sagen, hey, ist nix für mich, danke. Oder hey, oft kennt man ja jemanden, der vielleicht genau das braucht, dann kann ich es einfach weiterleiten. Und es ist doch einfach: auf den Punkt kommen.

Nicola

Voll. Und ich bin ehrlich, ich bin auch so ein Nerd, ich lese ja diese Nachrichten, aber ich antworte nicht. Und ich finde es immer krass, wenn dann nochmal jemand schreibt, und du hast den Verlauf und du siehst es ja, dass ich ja offensichtlich nicht geantwortet habe. Und dann immer wieder dann… Also ich habe da nochmal zum Beispiel: Nicola, ich würde dir gerne bla bla bla zeigen. Okay, gut. Hallo Nicola, nutzt ihr bla bla bla?

Hallo, Nicola. Also oft geht es so: Hallo. Hi! Also es wird dann so ein bisschen variiert. Und du denkst dir dann auch so… Ja. Vielleicht hast du echt ein cooles Produkt. Es kann wirklich sein und vielleicht hast du wirklich voll das coole Thema, vielleicht kann ich dir sogar helfen, weil ich helfe echt voll gern und ich vernetze auch voll gern. Aber ich habe gar keine Lust. So geht’s mir.

Alexander

Und das andere, wenn ihr schon auf LinkedIn verkaufen wollt: Wie gesagt, das finden wir beide legitim, und auch in Kontakt treten über LinkedIn ist ja auch voll legitim, ist ein Business-Netzwerk und klar, kann man machen, tretet in Kontakt, zeigt, was ihr macht, erzählt, was ihr macht, aber kommt auf einen Punkt und einen Punkt, nochmal Punkt, Doppelpunkt.

Was ich finde, halt auch: Ey, wenn ihr jetzt schon LinkedIn als euren Verkaufskanal ausgesucht habt, wie gesagt, völlig legitim, dann guckt doch aber kurz, trotzdem kurz auf die Profile, was die andere Person macht. Ich meine, bei uns beiden: Wir posten eigentlich ausschließlich zu unseren Themen. Bei dir ist es halt eben sowas wie Sport, Social Media Marketing, bei mir ist es PR, Content Marketing. Also sprich, wir sind beides zum Beispiel keine Herzchirurgen oder sowas.

Oder auch keine Versicherungsmakler oder sowas. Also es ist eigentlich relativ klar, in was für einem Bereich wir arbeiten und was wir tun. Und dann brauchen wir keinen neuen Stromvertrag und was weiß ich. Wobei, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen, neuen Stromvertrag. Aber es ist halt: Guckt doch einfach kurz.

Nicola

Wer weiß, vielleicht brauchst du den.

Alexander

Ja. Guckt aber doch kurz nach, was die Person macht.

Nicola

Ja, und manchmal weiß man ja auch gar nicht, was die Person macht. Also wenn ich mir mein Profil so 

angucke, wüsste ich es jetzt auch nicht direkt. Außer diesen Podcast. Der ist relativ klar. Den kann ich auch reinhören. Aber sonst, wüsstest du dann im Detail, was man so tut? Also ich wüsste bei dir jetzt auch nicht im Detail, was du jetzt alles machst.

Alexander

Ich habe so eine Profilbeschreibung.

Nicola

Nicht wirklich.

Alexander

Lies doch mal meine Profilbeschreibung.

Nicola

Ich gehe mal wieder auf dein Profil. Ich habe gestern übrigens mal mein Bild upgedatet und so weiter. Ich mache Sommerfrühjahrsputz, bei 40 Grad putze ich LinkedIn und mache mal ein neues Profilbild. Bisschen was Frischeres, weißt du? So. Aber ja, also wie gesagt: Wäre mal interessant, eure Erfahrungen. Habt ihr Sneaking-Erfahrungen als Opfer oder seid ihr selber in dieser…

In dem Sneaking Game. Woher kommt das? Lernt man das so? Gibt es da so eine Masterclass, die fünf Schritte zum LinkedIn-Sneaken? Und wie erfolgreich ist es? Vielleicht ist es total erfolgreich und wir sind diejenigen, die es nicht raffen. Kann ja sein.

Alexander

Ja, das wär vielleicht auch so. Aber ich hab echt das Gefühl, es hört sich alles so an wie nach irgend so einem Kurs, wo irgendjemand sein LinkedIn-Coaching für einen fünfstelligen Betrag… 14. 1099.

Nicola

Genau.

Alexander

In sechs Wochen zum LinkedIn-Sales-Pro und dann genau die Sachen.

Nicola

Mist, wir haben schlecht skaliert.

Alexander

Ja. Sehr schlecht. Aber dieses Aufbauen: Kommt auf den Punkt. Und was mich auch nervt, ist dieses: Warum soll ich dein… Warum soll ich die Sales-Arbeit machen mit diesen Fragen? Hey, wo ist dein Problem?

Nicola

Das finde ich auch immer… Ich finde, es ist so… Also eine Einladung zur Diskussion über ein Problem, das ich gar nicht hab? Ich will, ich habe gar kein Problem. Und ich denke mir immer so: Ja, soll ich dir jetzt erklären, was das Problem ist? Manchmal, ich bin ehrlich, also habe ich schon gemacht: Frage ich dann irgendwas Random zurück.

Und hin und wieder kommt ja dann tatsächlich so ein Gespräch zustande und dann merkt man, wie bescheuert das auch einfach ist. Also dann frägt man was Ernsthaftes zurück und dann kommt so: Weiß ich nicht. Und dann ist ja auch ganz nett, dann löst sich das auf und ich glaube, die Person merkt selber, dass das irgendwie jetzt nicht so toll war. Aber du hast ja auch mal… Was war deine Strategie zu antworten? Selbst.

Alexander

Genau. Ich habe dann immer zurückgefragt: Hey, wie erfolgreich ist eigentlich dein Outreach mit diesem Sales Approach? Ich habe dann auch immer diese Worte wie Outreach, Approach genommen und dann habe ich immer gefragt: Hey, wäre es nicht erfolgreicher, wenn du eine Inbound-Strategie nutzt und so attraktiven Content machst, dass die Leute von sich aus bei dir anklopfen? Weil das einfach, es ist so, Inbound Marketing ist halt oft genau aus dem Grund stärker, weil die Leads schon qualifizierter sind.

Nicola

Also du hast den Spieß umgedreht. Und? Wie erfolgreich war das?

Alexander

Ich bin so ehrlich: null. Es hat noch nie jemand darauf geantwortet. Nicht mal ein Danke.

Nicola

Wobei, fairerweise muss man sagen, bei Sales-Menschen kommt wahrscheinlich dann der Gegenvorschlag, es auch selbst zu machen, nicht so gut. Aber finde ich auch eine gute Strategie, finde ich sehr gut.

Alexander

Ich bleibe dran und berichte. Aber ihr merkt, dieses Thema ist richtig unterhaltsam für uns und wir wollten es unbedingt bringen. Wir haben gedacht, wir machen mal eine kurzweilige Folge im Sommerloch. Weil ich glaube, solche LinkedIn-Erfahrungen, das ist ein bisschen, es gibt so, egal wie verschieden die Menschen sind, es gibt so gemeinsame Erfahrungen, die machen alle, wie Verspätung bei der Deutschen Bahn. Und ich glaube, jeder, der auf LinkedIn ist, hatte mindestens schon mal einen Sneaker in seinem Profil. Und auch die Anfrage ist meistens gleich mit: Danke für die Vernetzung. Und dann…

Nicola

Oder wir sind ja jetzt vernetzt.

Alexander

Und dann immer: Ich freue mich auf einen schönen Austausch.

Nicola

Ja, du hast mir auch… Ja genau, als würde man jetzt jeden Tag Kaffee trinken zusammen. Also so wird es ja geschrieben: Es ist toll, dass wir uns jeden Morgen treffen zum Kaffee trinken. Und denkst dir: Habe ich da jemals zugesagt? Ich ruder zurück.

Alexander

Und ich muss auch sagen, bei mir kam schon, ich habe schon Aufträge über LinkedIn bekommen. Und ich habe auch schon Kooperationen. Ich konnte es auch weiterleiten. Aber dann waren es halt immer von Leuten, die auf den Punkt gekommen sind. Ich glaube, das habe ich schon dreimal in dieser Folge gesagt.

Nicola

Absolut. Tipp: Einfach auf den Punkt kommen.

Alexander

Genau, einfach sagen: Hey, wir haben uns jetzt vernetzt, cool, freut mich, danke. Ich bin der und der oder die und die und ich mache das und das und das und das oder ich biete das und das. Fertig.

Nicola

Ich vernetze auch super gern. Also ich mache das wirklich auch super gern bei LinkedIn. Schön ist, wenn es hin und wieder passiert ist, dass man so ein Jahr später oder Jahre später… jemand… was aus diesem Kontakt geworden ist oder da ist ein Auftrag entstanden, der war super gut, und dann denke ich mir: Das freut mich dann voll. Also wenn dann daraus was entsteht.

Also daher: Wenn ihr ein Thema habt oder Hilfe braucht oder egal, wie ein Kontakt braucht, also gerne schreiben, aber einfach schreiben, worum es geht und fertig. Und nicht sneaken, das nervt. Sneaken mag keiner. Vor allem, man durchschaut es ja auch. Also ich sehe es ja. Ich finde über diese Vernetzung, da weißt du schon genau: Achtung, jetzt liked die Person. Achtung, jetzt kommt bestimmt bald die Nachricht. Wenn die Nachricht nicht kommt, bin ich auch so ein bisschen genervt. Also sie muss dann schon noch kommen.

Alexander

Das stimmt, allmählich hat man so eine Erwartungshaltung: Wann kommt die Sales-Nachricht?

Nicola

Ja, total. Ja. Vielleicht nochmal so ein bisschen: Was hat uns geschmeckt und was nicht geschmeckt die Woche. Ist ja nur eine kurze, launige Folge, aber: Was ist denn los auf LinkedIn mit den Smartglasses? Es wütet, es wütet. Meta hat die Smartglasses in Deutschland gelauncht und jetzt kommt die große Diskussion des Datenschutzes. Vielleicht aber der Hinweis: Ich finde es total wichtig, dass darüber diskutiert wird. Und das ist aktuell noch eine große Bubble-Diskussion. Aber Shoutout hier, liebe Grüße an Thomas Hutter an dieser Stelle, der dann immer mit der Axt da durchforstet. Und ich zitiere: Deutschland hat wieder einen Endgegner gefunden.

Eine Brille mit Kamera! Oder so ein AI-generiertes Video mit so Alarm, Alarm. Und ich finde es sehr lustig, weil natürlich darunter wieder Diskussionen entbrennen. Das ist aber LinkedIn, so wie ich mir das wünsche: Ein Thema und es wird diskutiert. Ja. Thomas Schwenke dagegen aus juristischer Perspektive hat dazu auch eine klare Meinung und Haltung. Also Thema Smartglasses, das wird uns noch beschäftigen. Ich finde es aber gut, dass darüber diskutiert wird.

Alexander

Und ich finde, bei LinkedIn, man kann über alles diskutieren, aber mich nervt es immer, wenn wir so eine ewige Wiederholung haben, wie mit dem AI-Slop-Button. Ja, ich habe im Feed jetzt 25.000 Beiträge gesehen, wo jemand darauf hinweist, dass es den AI-Slop-Button gibt. Das ist mir egal. Ich habe schon die ersten fünf Beiträge mitbekommen, dass es den AI-Slop-Button gibt. Dann erzähl doch, wenn du dazu was posten willst, dann sag doch deine Meinung dazu und wiederhol es nicht einfach. Ich hab aber auch was Lustiges bei LinkedIn, ich find’s…

Nicola

Ganz kurz, darf ich da reingrätschen?

Alexander

Ja.

Nicola

Hast du den AI-Slop-Button bei Julia Klöckners Alles-Gute-zum-Schulstart-Grafik benutzt? Weil jetzt gibt es diesen Button. Voll super. Aber alle möglichen Menschen posten jetzt die Grafik von Julia Klöckner, alles Gute zum Schulstart, die über AI generiert wurde. Mit dem Screenshot. Leute, ernsthaft.

Alexander

Die habe ich noch nicht gesehen.

Nicola

Ja. Aber schau mal, also jetzt wirst du die gleich bestimmt in deinem Feed aufploppen sehen. Die Grafik, voll nett, alles AI-generiert, sieht man sofort. Und da kam die Kritik: Die hat doch ein Social-Media-Team. Das ist ja auch immer so: Die hat doch ein Social-Media-Team. Können die nicht einfach Content produzieren? Warum muss ein AI-Content produziert werden? Der Witz ist: Alle möglichen Leute teilen jetzt den Screenshot von dieser Grafik. Und da denke ich mir auch: Ihr verbreitet doch die Grafik jetzt wieder mal. Total übertrieben. Aber okay, es nervt. Soll ich da den AI-Slop-Button benutzen jetzt? Oder nicht? Wer weiß es?

Alexander

Natürlich, den musst du voll hämmern. Den musst du, den musst du, bis zum Geht-nicht-mehr musst du den benutzen. Das will LinkedIn von dir. Aber ich habe das echt noch nicht mitbekommen. Ich bin immer eh der Letzte, der solche Sachen mitbekommt. Ich muss auch ehrlich sagen, ich habe nicht mitbekommen, dass eine Sonnenfinsternis anstand. Habe ich auch erst einen Tag davor mitbekommen.

Nicola

Ja. Du bist schlecht vorbereitet. Tatsächlich habe ich es aber auch nur kurzfristig mitbekommen. Und wir hatten es im Vorgespräch darüber, hat man aber auch mehr davon gesehen quasi. Aber es war nicht der Hype wie 1999. Wir sind uralt und 1999 war das natürlich ein Riesending. Man dachte, die Welt geht unter, 2000, Millennium. Independence Day kannte man ja als großen Film und wusste: Danach nie wieder so wie davor. Aber so war es nicht. Es ging einfach weiter.

Alexander

Weißt du, was auch ein Riesending wäre, von dem wirklich niemand was mitbekommen hat? Und zwar, das müsste eigentlich die Nachricht sein, die einschlagen würde wie eine Bombe. Wir haben einen LinkedIn-Rage-Bait-Beitrag mal wieder gesehen, wo sich jemand aufgeregt hat, wie können Leute immer noch Google Teams nutzen.

Nicola

Es ist schon… Also… Nicht böse gemeint. Sommerloch hin und her. Aber warum regt man sich darüber auf? Erklär es mir. Ich habe es nicht verstanden.

Alexander

Weil Google Teams heißt, entweder hat Microsoft Google Meet gekauft. Oder Google hat Microsoft Teams gekauft. Und das wäre ja eine Nachricht gewesen, die ja wirklich die Runde gemacht hätte. Aber es hat scheinbar nur ein LinkedIn-Account mitbekommen und sich halt darüber aufgeregt, wie man immer noch Google Teams benutzen kann. Oder Microsoft Meet? Ich komme durcheinander. Und dann muss ich sagen: Wenn man Rage baitet auf LinkedIn, dann kurz die Fakten checken, bitte.

Ich hatte auch vor kurzem was, da hat sich jemand aufgeregt, dass die Sparkassen nicht so cool sind wie so Neobanken und dass sie deswegen die jungen Leute nicht erreichen. Dann kann man natürlich über das Marketing der Sparkassen diskutieren. Dann hat aber jemand richtigerweise in den Kommentaren drauf hingewiesen, auch so ein LinkedIn-Ragebait: Hey, die Sparkassen sind Anstalten des öffentlichen Rechts und sind dementsprechend an die Vorgaben des Gesetzgebers gebunden. Die können nicht einfach so agieren wie so eine Neobank. Und ich bin jetzt kein Bankexperte. Aber wenn man Rage baitet, dann auch Fakten checken.

Nicola

Da hast du mir gerade einen Pass gespielt. Wir haben ja die Folge auch: Social Media eingrenzen, nicht eingrenzen, Altersbeschränkung oder… Wir reden ja immer mal wieder darüber. Und das ist total spannend. Übrigens ein kleines Update, vielleicht für euch auch interessant: dass wir ja auch so ein bisschen immer wieder kritisieren, dass die Plattformen was ändern müssen und dass die Jugendlichen nicht immer schuld an allem sind. Und dass man bitte auch mal Jugendliche Jugendliche sein lassen darf. So wie bei uns. Kennst du doch die Smirnoff-Diskussion? Smirnoff kam auf den Markt, alle happy happy, Smirnoff voll toll. Das war ja unser Alter. Für mich ist das so eine Smirnoff-Diskussion in Social Media unter 14.

Damals so die Alkopop-Getränke, toll! Bis man gemerkt hat: Ey, da ist ja Wodka drin. Ja, voll krass. Es ist viel schlimmer wie Bier. Und dann war es so: Oh nein, wir müssen es verbieten. Es ist ja voll krass viel Alkohol in den… Und so finde ich, ist die Diskussion mit Social Media, dass es halt schon ein Thema ist mit den Plattformen. Und jetzt hast du das Stichwort Sparkasse gebracht. Wie kommt Sparkasse in diese Diskussion? Und zwar hat der Sparkassenverband eine technische Lösung, um die Jugendlichen so zu verifizieren. Und zwar mit ganz, ganz wenig Daten.

Und das finde ich total interessant. Also wenn du ein Konto hast bei der Sparkasse, dann kann die Sparkasse, könnte die Sparkasse, wenn die Social-Plattformen da mitspielen, quasi nur die Info durchgeben: Ja, ist älter als 16. Oder nein, ist nicht älter als 16. Die hätten keine persönlichen Daten, kein Geburtstag, dies und das, sondern es würde alles über dieses Bankgeheimnis oder über diese Bankgeschäfte laufen und die Bank könnte das technisch verifizieren. Und der Sparkassenverband hat da jetzt eine technische Lösung, irgendwie anscheinend. Das habe ich gelesen und dachte mir: Krass. Was ist los mit der Sparkasse? Das ist total spannend.

Alexander

Ich habe jetzt ein bisschen gehofft, dass du erzählst, die Sparkasse hat all ihre Mitarbeitenden zu einem LinkedIn-Crashkurs verdonnert.

Nicola

Ja.

Alexander

Wo die Sparkassen-Mitarbeitenden in Zukunft gezwungen werden, sich auf LinkedIn an potenzielle Kunden ranzusneaken.

Nicola

Ja, müssen sie gar nicht. Wenn die Plattformen das zulassen würden, dass man sich über die Sparkasse verifiziert, wären die im Game. Aber das siehst du wieder. Ich bin gespannt. Also ich bin sehr gespannt, inwiefern jetzt darauf eingegangen wird, weil es ist schon total interessant, dass es da eine technische Lösung gibt und dass die Sparkassen nichts… Ich hab… Wir sind gar keine Sparkassen-Fans. Ich weiß gar nicht, bin ich Kunde der Sparkasse? Das fällt mir gerade auf. Keine Ahnung. Kennst du das im Dorf? Da bist du die eine oder die andere Bank? Da musste man sich früher entscheiden. Da konnte man nicht evangelisch und katholisch sein. Das geht nicht. So ist es bei den Banken. Und so in Baden-Württemberg auf dem Land.

Alexander

Das kenne ich.

Nicola

Hallo, evangelisch oder katholisch? Volksbank oder Sparkasse? Da bist du reingeboren irgendwie. Nee, aber fand ich total spannend. Also da bleiben wir dran, weil das ist ja super innovativ zum Thema junge Zielgruppe erreichen. Damit würden die sehr, sehr, sehr die junge Zielgruppe erreichen, übrigens, mit der technischen Lösung. Ja, das ist jetzt wieder total ernst geworden.

Alexander

Und? Ja.

Nicola

Schade.

Alexander

Noch ein ernster Abschluss.

Nicola

Okay.

Alexander

Muss halt auch mal sein.

Nicola

Naja. Das war’s. Nee, aber… Nix mit dem AI-Slop-Button und Rage-Bait. Wir haben ein Sommerloch, wir haben jetzt gute Laune. LinkedIn ist viel los. Die Folge war doch länger als gedacht. So viel dazu. Wehe, du sneakst in meine DMs. Da gibt es echt Ärger.

Alexander

Mal abwarten.

Nicola

Mal gucken, wenn ich was brauche. Ich mache das mal bei dir. Ich like so, dann schreibe ich: Hallo Alexander.

Alexander

Ja, mach mal.

Nicola

Hast du auch dieses Problem? Du hilfst doch bei der Digitalisierung von Unternehmen. Ich habe da so ein Tool.Ich habe da so einen Podcast.

Alexander

Das ist eigentlich die News. Also wusstet ihr das? Die Nicola ist übrigens Beraterin, um Unternehmen bei der Digitalisierung zu helfen.

Nicola

Anscheinend. Also ich bin froh, dass es mir jetzt jemand mal gesagt hat. Aber ja, bleibt spannend hier. Ich wünsche dir auf jeden Fall einen sehr warmen, heißen Sommertag. Und wir hören uns nächste Woche. Mach’s gut, Alexander.

Alexander

Bis dann, macht’s gut!

Alexander Hein
Alexander Heinhttps://axconsulting.de
Alexander Hein ist Freelancer für Content & PR. Schreibt gerne und dachte eines Tages: Warum nicht die eigene Leidenschaft zum Beruf machen? Als ehemaliger Gründer eines IT-Startups hat er einen Faible für Themen rund um Tech und IT. Darüber hinaus liegen weitere Schwerpunkte in der Zusammenarbeit mit Online-Shops und KMUs. Seit Mitte 2023 ist der studierte Germanist im AllSocial-Team.

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