Feed und Fudder Podcast 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Künstliche Intelligenz macht Content-Produktion schneller, günstiger und skalierbarer als je zuvor. Gleichzeitig wächst die Sorge vor sogenanntem „AI Content Slop“ – massenhaft produziertem, austauschbarem KI-Content ohne Mehrwert.
In dieser Podcast-Folge spricht Nicola Kiermeier mit Jan Firsching darüber, wie Unternehmen, Marken und Creator KI sinnvoll einsetzen können, wo klare Grenzen verlaufen und warum Strategie, Kreativität und menschlicher Kontext wichtiger werden denn je.

In der aktuellen Folge von Feed und Fudder sprechen Nicola Kiermeier und Jan Firsching darüber, wie KI Content besser machen oder ihn komplett entwerten kann. Wo verläuft die Grenze zwischen Effizienz und Austauschbarkeit? Und warum könnte ausgerechnet echter, menschlicher Content die große Gewinnerin der KI-Welle sein?

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Abstract: Feed und Fudder Podcast Folge 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Künstliche Intelligenz ist längst im Social-Media-Alltag angekommen. Was vor wenigen Jahren noch Experimentierfeld für einzelne Nerds war, ist heute fester Bestandteil von Content-Strategien in Unternehmen, Agenturen und Redaktionen. Tools für Text, Bild, Video und Übersetzung versprechen Effizienz, Geschwindigkeit und Skalierung. Doch mit der zunehmenden Verbreitung wächst auch ein neues Phänomen: AI Content Slop. Das sind Inhalte, die zwar technisch sauber produziert sind, aber weder Idee, Individualität noch Relevanz besitzen.

Was ist „AI Content Slop“ überhaupt?

Slop ist nicht gleich KI-Content. Problematisch wird es dort, wo KI nicht als Werkzeug, sondern als Ersatz für Strategie, Kreativität und Kontext eingesetzt wird. Kurz gesagt: Inhalte, die niemand vermissen würde, wenn sie verschwinden.

Typische Merkmale:

  • Austauschbare Bild- und Videoformate
  • Wiederholte Trends ohne eigene Idee
  • KI-generierte Avatare oder Animationen ohne Story
  • Masse statt Mehrwert

Im Gespräch mit Social Media-Experte Jan Firsching wird deutlich: KI funktioniert besonders gut unterstützend, nicht ersetzend. Bewährte Use Cases:

  • Lokalisierung & Übersetzung für internationale Märkte
  • Adaptionen bestehender Inhalte
  • Longform-zu-Shortform-Content
  • Variantenproduktion für Performance-Marketing

In all diesen Fällen stammt die inhaltliche Substanz weiterhin von Menschen und KI übernimmt die operative Umsetzung. Das eigentliche Risiko: Strategie-Losigkeit. Das größte Problem ist nicht KI, sondern fehlende Einordnung. Wer Künstliche Intelligenz einsetzt, ohne zu wissen welche Ziele verfolgt werden, welche Zielgruppe erreicht werden soll, wofür die eigene Marke steht, produziert schnell Content, der zwar sichtbar ist, aber keine Wirkung entfaltet.

Gerade Plattformen wie LinkedIn oder Instagram zeigen aktuell ein Spannungsfeld: Einerseits wird KI-Content kritisch bewertet, andererseits werden KI-Funktionen aktiv integriert. Die Regeln sind noch nicht klar, umso wichtiger ist eine eigene Haltung.

Warum menschlicher Content wieder wichtiger wird

Ein zentrales Learning aus dem Gespräch: Je mehr KI-Content den Feed flutet, desto wertvoller wird echter, menschlicher Content. Nutzer*innen wollen sich nicht ständig fragen müssen: Ist das echt? Ist das KI? Wurde das überhaupt erlebt?

Authentizität reduziert kognitive Reibung und genau das wird künftig ein Wettbewerbsvorteil. KI wird nicht verschwinden, aber der Hype wird sich normalisieren. Wer jetzt lernt, KI strategisch, bewusst und qualitativ einzusetzen, verschafft sich einen Vorsprung. Nicht die Menge entscheidet, sondern die Idee, der Kontext, die kreative Fallhöhe und eine klare Strategie. Anders gesagt: KI kann skalieren, Relevanz nicht.


Transkript Feed und Fudder Podcast 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

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Hier gibt es das Transkript zu Folge 75 – AI Content: Slop oder nicht Slop? (Jan Firsching)

Transkript

Nicola:

Hallo und Servus zu einer neuen Folge Feed und Fudder. Heute mit einem Gast. Wir sprechen mit Jan Firsching. Und was kann man sagen: seit 15 Jahren im Business, ewiger Social-Media-Mensch. Oder warst du jemals nicht Social-Media-Mensch?

Jan:

Alles was beruflich war, gibt es kein Leben davor. Das ist krass.

Nicola:

Die Frage habe ich mir nämlich tatsächlich gestellt, als, wir kennen uns ja auch schon sehr viele Jahre, ich habe gedacht, gab es ein Leben vor Social Media?

Und man muss dazu sagen, du bist ja jetzt nicht die Generation, die jetzt seit zwei, drei Jahren dabei ist, also sondern, ich weiß nicht, hast, seit wann bist du Facebook? Seit Gründung?

Jan:

Ich weiß noch, in meinem Praktikum im Studium habe ich einen Twitter-Account aufgesetzt und das war damals so, krass, wir sind auch jetzt schon auf Twitter, wir sind vorne dabei. So lange schon.

Nicola:

Und dann sieht man auch, wie lange es diese Plattform überhaupt gibt. Ich habe gelesen bei Felix Beilharz, dass X inzwischen Twitter, also Twitter X, immer noch wächst. Und daran sieht man wer die Opas und Omas in diesem Business sind. Aber nicht weniger relevant. Ganz kurz, ich glaube, wer lange, lange schon dabei ist, weiß, dass du es seit vielen, vielen Jahren oder hast viele, viele Jahre, ich glaube 13 Jahre, einen Blog gehabt, einen sehr bekannten Social Media Blog und viele, viele Jahre Trends analysiert.

Jetzt machst du das für Strato in der Beratung oder erzähl mal ganz kurz, was machst du eigentlich?

Jan:

Was mache ich? Ich hab eigentlich in einem Startup Social Media angefangen, dann in der Agentur lange gewesen und dort den Blog Futurebiz gemacht. Dann irgendwann von Agentur die Schnauze voll gehabt und bin in die Industrie gegangen. Bei Strato kümmere ich mich um Social Media. Da muss man vielleicht ein bisschen ausholen. Strato ist ein Teil der IONOS-Gruppe. Das heißt, ich mache jetzt nicht nur Strato-Themen, sondern auch für IONOS oder andere Marken innerhalb der Gruppe.

Es ist ein Web-Hosting-Unternehmen, Domains verkaufen, Website-Bilder, Hosting für WordPress und auch immer mehr KI-Lösungen für unsere Kunden.

Nicola:

Unser Thema ist AI-Content-Slop oder nicht-Slop. Also Slop, ich glaube, die meisten wissen, was das heißt. Also Dreck, Schmutz, AI, Schund. Künstliche Intelligenz-Content-Schund quasi.

Das beschäftigt uns tatsächlich und euch wahrscheinlich auch, alle, die Social Media machen und Content machen, dieses Jahr extrem. Also beziehungsweise 2025 hat es uns extrem beschäftigt, weil, vielleicht kannst du mal aus deiner Sicht die Lage beschreiben, also was hat sich eigentlich geändert?

Jan:

Was sich geändert hat, ist, dass, gehen wir mal zwei, drei Jahre davor, da Leute, die sich intensiv mit Content-Produktion beschäftigt haben, mit Social-Media-Content beschäftigt haben, haben experimentiert, was kann ich denn mit verschiedenen KI-Tools machen?

dann sind OpenAI immer stärker gewachsen, immer bekannter geworden und natürlich auch in Unternehmen immer bekannter geworden.

Und dann kommt natürlich die Frage irgendwann auf, wieso nutzen wir denn keine KI?

Was können wir denn mit KI machen?

Wie können wir denn effizienter werden?

Wie können wir besser werden?

Wie können wir schneller werden?

Und das ist natürlich dann auch innerhalb der Unternehmen wichtig,

wird es immer stärker getrieben, der Einsatz.

Nicht nur, okay, ich bin der Nerd, ich probiere mal aus, was es da alles gibt, ich bastle mir meine Chatbots zusammen, sondern es ist in den Unternehmen angekommen und wird so ein bisschen vorausgesetzt, dass man diese Tools nutzt und mit ihnen arbeitet.

Okay.

Nicola:

Ich finde das auch ein interessanter Punkt.

Ich habe diverse Social-Media-Manager, Managerinnen in unserem Umfeld gesehen oder sehe, die jetzt so auf KI-Berater switchen.

Also irgendwie liegt es total nah und es überrascht nicht.

Aber vielleicht kommt es auch genau daher, dass man sich sehr früh schon mit den Tools befasst hat und vielleicht irgendwie schon 2023 irgendwie damit angefangen hat.

Jan:

Ja.

Ja, ist alles und nichts.

Nicola:

Und dann, also wo einfach viel so in den Kinderschuhen gesteckt hat und die Entwicklung ist mega schnell.

Und jetzt ist ja, wenn wir über AI-Content oder KI-Content reden, das ist ja ein Sammelbegriff.

Also im Prinzip,

Alles und nichts.

Da kann minderwertiger Content sein, der komplett iterated ist.

Es kann aber auch ein total hochwertiger Kinofilm theoretisch sein.

Ich habe ein Interview von Roland Emmerich gesehen, der gesagt hat, der arbeitet gerade an einem

völlig KI-generierten Film zum Beispiel, oder Videoclips oder Werbung oder whatever.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also das ist ja alles drin.

Es kann massenhaft produziert sein, es kann aber auch sehr, sehr individuell auf einen gewissen Fall sein.

Wie wuscheln wir uns da durch?

Also am Ende…

Also, weil ich glaube, das ist die Frage der Orientierung.

Ich höre immer das Schlagwort, ja, KI und Content, aber das ist ja so, keine Ahnung, also wie ordnest du das ein?

Jan:

Ja, ich kann, ich ordne es mal ein oder mal so ein bisschen auch, wie wir das hier intern sehen und für was wir das nutzen oder wo wir planen, das zu nutzen.

Für uns ist immer ein Thema, verschiedene Marken, verschiedene Märkte, verschiedene Sprachen, ist Lokalisierung ein Thema.

Und damit hat das ja auch so ein bisschen angefangen.

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

Und dafür ist es auch super hilfreich, Sprachadaptionen zu machen, Übersetzungen zu machen, die dann natürlich nochmal von einem echten Menschen gecheckt werden.

Aber da ist dann KI eher das Tool zur Lokalisierung, die

aber nicht für die Erstellung des Contents.

Das war, sagen wir mal, so der erste Schritt.

Dann war der zweite Schritt, wie können wir denn, das war auch ein Use Case, den man viel gesehen hat, aus Long-Form-Content mehrere Micro-Contents machen.

Auch KI super hilfreich.

Packt die Highlights raus von einem langen Video zum Beispiel.

Er stellt dir Kurzvideos.

Aber auch hier wieder der Basis war kein KI-Content.

Und dann ist irgendwann das Thema mit…

Gen-AI viel größer geworden, KI-Bilderstellung, KI-Avatare, wo es dann wirklich reiner KI-Content ist.

Also KI wird dann nicht mehr zum Tool zur Übersetzung, zum Schneiden von Content.

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

Das ist es immer noch.

Aber jetzt sind wir in einer Phase, wo auch getrieben von einem Meta, von einem Open-AI, wo wirklich…

hier nutz das Tool und erstelle deine Videos, deine Bilder und das so viele du willst.

Veröffentliche sie, wo du willst.

Und das wird dann irgendwann zur Challenge.

Nicola:

Genau, in dem Punkt stehen wir eigentlich jetzt.

Beziehungsweise, wenn wir uns das nächste Jahr anschauen, die nächsten Monate, bin ich mir sehr, sehr sicher, dass diese Frage des Slop sehr, sehr dringend wird.

Also es heißt, die Grenze zwischen effizient erzeugtem KI-Content und qualitativ minderwertigem Content

Jan:

Das ist, wie ich sage, must have, das brauchst du mittlerweile.

Der Slop geht dann für mich los.

Nicola:

Kann man da eine Grenze schon ziehen oder ist es, also weil ich glaube, KI-Tools oder Tools, die KI-Features haben, weiß ich, ich brauche mal darüber diskutieren, ich glaube, das ist okay, also damit kommen wir ja klar zu.

Jan:

Ich weiß nicht, wer alles schon mal diesen Meta-AI-Feed gesehen hat.

Das ist ein super Beispiel.

Für mich ist Slop das tausendste Video von irgendeinem Affen in einem Anzug, der irgendwas erzählt.

So, es ist vielleicht beim ersten Mal, guckst du hin, er ist ganz gut gemacht.

Animation sieht ganz schick aus.

Was er sagt, ist auch lustig.

Brauche ich das aber hundertmal zu sehen, dass der…

Ich reproduziere ja Sachen, die eigentlich andere schon gemacht haben.

Passt die vielleicht so ein bisschen an, dann hat er vielleicht kein Smoking an, sondern Boxhandschuhe, aber es ist, die Story fehlt, es ist, die Individualität fehlt und das ist dann für mich der Slop, den wir eigentlich nicht brauchen und der speziell, glaube ich, auf Social-

ab einem gewissen Level auch nicht im Interesse der Netzwerke sein kann.

Das sieht man ja auch schon jetzt.

Es gibt verschiedene Beispiele.

Ich will jetzt keinen in die Pfanne hauen, aber wenn bei einem Influencer oder Influencerin, Creator rauskommt, okay, die posten jetzt AI-Bilder, dann schau einfach mal in die Kommentare rein, was dann passiert.

Also, dass da ein Kommentar drin ist, oh, cool gemacht, selten, was passiert ist,

Nicola:

Passiert nicht so.

Ich glaube, das ist sowieso nochmal ein spannender Punkt.

Das wäre, glaube ich, auch eine eigene Folge, inwiefern auch menschlicher Content wieder wichtiger wird.

Also ich glaube, das ist ja eh auch eine Chance für echten menschlichen Content.

Aber die Frage, die sich schon aufträgt, ist ja aber auch, inwiefern die Algorithmen natürlich so eine Verbreitung brutal fördern.

Jan:

Ja.

Nicola:

Also ich glaube, das eine ist ja so dieses Thema, sind die Plattformen selber schuld?

Weil man könnte ja auch das einschränken, wenn das zehnte Mal das gleiche Bild ist oder der gleiche Text oder das gleiche, also so schlau sind die Plattformen ja auch, das zu erkennen.

Aber ich habe zumindest aktuell schon den Verdacht, dass es ja so ein schmaler Grad zwischen den Trends, das ist ein Trend, alle springen auf und machen das Gleiche und es ist halt Müll.

Jan:

Ja, ich glaube, die Plattform wissen es selber noch nicht so genau.

Also einer sagt, nehmen wir mal, LinkedIn sagt ja selber von sich, ja, KI-Content finden wir eigentlich nicht so cool, gerade wenn die ganzen Texte aus Chatt-GPT-Komm kopiert werden, ist nicht förderlich für deine Reichweite, schreib es lieber selber, ist besser.

gleichzeitig bieten sie aber ein Feature an für KI-Kommentare zum Beispiel.

Dann frage ich mich so, du willst es eigentlich nicht?

Erzählst auch immer, ja, Kommentare, Keep the Discussions engaging, ist super wichtig.

Und dann bieten sie KI-Kommentare an.

Also für mich ist das so ein bisschen, die haben selber noch nicht so genau den Plan, was oder wie weit können sie gehen, bis der Punkt erreicht ist, wo die Leute sagen, da habe ich keinen Bock mehr drauf.

Ein bisschen vergleichbar früher mit Meta, die immer gesagt haben, ja, Clickbaiting und Engagementbaiting wollen wir nicht.

Aber es läuft ja immer noch.

Nicola:

Absolut.

Zu dem Thema Engagement ist das Gleiche.

Dieses Engagement-basierte Ranking von Content, was ich ja prinzipiell gut finde, also ich finde prinzipiell gut, wenn Interaktion irgendwie die Währung ist, führt ja aber dann auch teilweise eben zu diesen Massenproduktionen.

Also die Frage ist ja auch so, ist es so ein…

in sich erhaltenes System, weil auch dieses Kommentarthema oder das Engagementthema teilweise ja auch AI-generated ist.

Und also das Worst-Case-Szenario ist ja, AI reagiert auf AI.

Jan:

Ja.

Nicola:

Und da ist gar kein Mensch mehr.

Das wäre ja so das absolute Worst-Case.

Das kann ja keine Plattform wollen, oder?

Jan:

Das kann keine Plattform wollen und das kann ich eigentlich auch nicht als LinkedIn-Nutzerin wollen.

Zumindest kommt darauf an, wie ich LinkedIn nutze.

Wenn ich da ab und zu mal reinschaue, gucke, was Leute posten,

Nicola:

Vielen Dank.

Jan:

das vielleicht für mich weniger relevant, aber wenn ich da selber Personal Branding, Thought Leadership und solche Dinge betreibe, dann kann das nicht in meinem Sinne sein, nur auf KI zu basieren.

Also wenn mein Thought Leadership daraus besteht, in ChatGPT einen mittelmäßigen Prompt einzugeben, den zu nehmen und auf LinkedIn zu posten, nicht im Sinn von mir und nicht im Sinn von LinkedIn und deswegen

sprechen, bieten sie die Funktionen an, wenn man sie reden hört oder was sie für Empfehlungen geben, hört sich das ja eigentlich aber anders an.

Und was dann oft dann passiert, ja okay, für Personal Branding oder auch aus Unternehmenssicht für Branding, ist es noch ein

wieder das Tool, wo ich meine eigenen selbst erstellten Inhalte Varianten erstellen kann, lokalisieren kann.

Dafür ist es gut, aber ja, mach keinen AI-Spot für deine Brand.

Oder das ist eher ein Thema für Performance.

Und so sehe ich es im Moment auch.

Für Performance kann man sich, glaube ich, ein bisschen…

mehr auf KI verlassen, vielleicht auch ein paar andere Sachen in Kauf nehmen, die ich für meine Personal Brand oder für mein Branding, die ich nicht machen möchte oder nicht sehen möchte.

Nicola:

Genau, also so aus deiner Erfahrung jetzt einmal aus Agentursicht natürlich, aber jetzt auch aus Unternehmenssicht.

Was denkst du oder was wären deine Empfehlungen zu sagen, wie ist ein Rezept, womit man gut umgehen kann?

Weil einerseits ist ja KI-Content durchaus sinnvoll manchmal, wie du sagst, bei so Performance-Geschichten.

Sind wir ehrlich, dieser Content-Druck, der ja über die letzten Jahre entstanden ist, ist ja auch sinnvoll.

Jan:

Ja.

Ja.

Ja.

Nicola:

Also auch das ist extrem.

Warum muss ich so viel Content produzieren und warum muss ich das rausschleudern?

Und am Ende des Tages, auch das kann man ja hinterfragen, ob der Algorithmus, ob das so sinnhaft ist für Plattformen, so viel Content zu haben, der aber auch irrelevant ist.

Wie geht man als Unternehmen damit um?

Also muss man da mitspielen und dann halt tatsächlich hilft die KI in dem Fall?

Oder wie macht ihr das?

Also habt ihr da so einen Weg, wo ihr sagt, damit fahrt ihr gut?

Jan:

Man muss es auf jeden Fall ausprobieren.

Also es ist, glaube ich, nicht die richtige Einstellung, wenn man sagt, nee, KI nutzen wir gar nicht für Content.

Das ist alles, das sieht alles gleich aus, das funktioniert nicht.

Erstens wissen wir, wie schnell sich die Modelle entwickeln.

Also ich kann jetzt zum Beispiel gar nicht sagen, wie sieht denn KI-Content in anderthalb Jahren aus?

Ist es nochmal besser geworden?

Merke ich überhaupt keinen Unterschied mehr?

Habe ich ganz andere Möglichkeiten, das zu erstellen?

Ist jetzt schon der Peak erreicht?

Glaube ich nicht.

Und deswegen sowohl als Agentur oder als Unternehmen, du musst dich damit beschäftigen.

Wie wir das nutzen, es ist die Beispiele, die ich schon sagte, Lokalisierung.

Man kann auch mehr Personen in das Thema Content-Erstellung reinholen oder schneller reinholen, als es davor der Fall war.

Ja.

Und ja, so wie man ein bisschen sagt, die Juniorenstellen werden durch KI ersetzt.

Das ist zum Teil so.

Und so nutzen das Unternehmen auch.

Es geht eher darum,

Anpassungen einfacher zu machen, schneller zu machen, vielleicht auch von Meta gefordert.

Du brauchst unglaublich viele Creatives für deine Ad-Kampagnen.

Das kann ich damit natürlich viel effizienter machen.

Und dafür ist es auch eine gute Sache.

Und dafür sollte ein Unternehmen oder auch eine Agentur auch nutzen.

Was dann spannend wird, ist, wenn man als Unternehmen mit einer Agentur zusammenarbeitet,

Will man denn dann auch von der Agentur, dass die AI für einen nutzt?

Oder will man dann wirklich von der Human-Brain-Creativity?

Nicola:

Mhm.

Jan:

Ich glaube, es ist vielleicht für Agenturen oder es ist, glaube ich, mehr eine Challenge als für Unternehmen.

Ja, genau.

Nicola:

Ich glaube, Unternehmen haben mehr Spielraum bekommen, würde ich jetzt mal so grob einschätzen.

Ich habe das Gefühl, es wird mehr, also in Unternehmen mehr generell die Content-Produktion mitgedacht und Inhouse gemacht.

Für Agenturen ist es schon eine große Challenge, weil ich weiß selber, wie es ist, wie viele Retainer wurden bezahlt, einfach weil Postings erstellt wurden, weil dein Grafiker saß und so.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also das, glaube ich, ist nicht mehr das Business-Modell, das halt in Zukunft funktionieren wird.

Aber das ist ja die Frage, die wir uns ja auch stellen in der Branche allgemein.

Wie wichtig ist denn eben die Strategie?

Wie wichtig ist die Kreativität?

Und vielleicht ist ja auch, wenn man es mal positiv sieht, schön, dass es wieder mehr auch in die Richtung geht.

Also es ist nicht nur stupide

Content Pieces rausgehauen wird, sondern dass man, wenn man wirklich qualitativ mitspielen möchte, musst du halt eine Strategie haben, oder?

Jan:

Du musst eine Strategie haben und du musst wissen, wie kann ich von KI profitieren?

Nicola:

Wie sieht so das

Jan:

Es gibt natürlich tausend Sachen.

Wenn wir mal bei Content bleiben, wie kann ich KI nutzen, um

mein Content anzupassen an unterschiedliche Zielgruppen?

Wie kann ich ihn ausrollen auf unterschiedlichen Märkten?

Wie kann ich eine höhere Anzahl von Varianten erstellen?

Und dann funktioniert es auch in der Umsetzung.

Wenn man jetzt aber sagt, okay, Geschäftsführer Gerd Müller, ich habe gehört, ich kann jetzt mit OpenAI coole Bilder erstellen, mach doch mal ein paar.

dann ist das keine Strategie, dann ist das ja nur ein Ausprobieren und kann, glaube ich, auch schnell zum Frustrierenden ausprobieren werden.

Nicola:

Wird schwierig.

Jan:

Also, wie es eigentlich immer so ist, was ist denn der erste Use Case, der dir einfällt, wo kann ich es sinnvoll nutzen, den geht man an, den setzt man um und

Sobald du das umsetzt, kommst du ja dann auch schon auf weitere Ideen.

Okay, wir haben jetzt angepasst, dann lass uns jetzt doch mal Varianten machen.

Jetzt haben wir die Varianten, jetzt lass uns doch die Varianten nochmal mit zehn unterschiedlichen USPs für Produkte zum Beispiel machen.

Und so baust du dir dann dein KI-Set, Playbook, was es alles gibt.

Nicola:

Framework.

Genau.

Es gibt ja durchaus…

Auch Risiken.

Also wenn ich jetzt als Marke ohne richtige Qualitätskontrolle, sage ich mal, publiziere und wie du sagst, komm, wir machen mal irgendwie schöne Grafiken und das geht ja so einfach.

Jan:

Die Gefahr besteht auch, was die

Nicola:

Wie siehst du es aus Unternehmenssicht?

Also wie kann man, muss ich sagen, ein bisschen, also strategisch, du bist ja im Unternehmen der Social-Media-Experte, quasi, wie kann man

Was kann man tun, um nicht die Gefahr zu laufen, so als Slop-Produzent am Ende wahrgenommen zu werden?

Weil die Gefahr besteht ja schon auch, wie Sie wissen gerade.

Jan:

Was, glaube ich, aber oft auch ein Hindernis ist, ist die eigene Denkweise.

Und das ist ja, ich könnte jetzt sagen, leider so, was für uns vielleicht beides slop ist,

könnte ja sein, dass ganz viele von Kunden sagen, ach, das ist ja lustig, das finde ich gut.

Nicola:

Ja, das stimmt.

Jan:

Oder das ist ja gut gemacht, man hat oft seine eigene Brille auf, die haben aber nicht, oder jeder hat eine unterschiedliche auf.

Nicola:

Da vergisst man das manchmal, dass…

Jan:

Und deswegen muss man es ausprobieren, dann ist natürlich On Brand, eins meiner Lieblingswörter, das ist dann natürlich eine Challenge.

Wenn du da wirklich

zu 100% darauf achten willst, dann wird es super schwierig für dich.

Und da muss man dann eben so ein bisschen das Mittelmaß inzwischen ausprobieren, was finde ich vielleicht doof, aber Zielgruppe eventuell gut und wie weit bin ich bereit, vielleicht auch ein bisschen mal, zumindest bei einem Test, meine Brand außen vor zu lassen.

Dauerhaft kann man das sicherlich nicht machen.

Also wenn man nur mit ungebrandetem AI-Content arbeitet, dann ist die Marke auch irgendwann weg, beziehungsweise welche Marke ist es dann, weil es sehr eng ist.

Nicola:

Es wird halt belanglos.

Jan:

Genau.

Ja, es gibt sehr viele…

Nicola:

Wobei das sind ja Grundregeln unabhängig von AI-Content.

Also kann man AI streichen?

Content.

Also hat man eine gute Strategie, hat man eine gewisse Brand-Sichtbarkeit.

Was ist generell?

Was will man erzählen?

Also was ist der Mehrwert?

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Und letztlich, ich glaube, da sind wir Social-Menschen ja tendenziell auch offener,

sind wir nie so ganz so streng mit der CI eigentlich, weil die Plattformen ja auch gewisse Looks haben oder schon gewisse Farbwelten vorgeben.

Also deswegen, ich glaube, das ist ja eher so immer die Diskussion mit dem Marketing oder mit den Hütern der CI, wie weit kann man gehen und wie weit nicht, bei welchem Thema kann man das machen, vielleicht bei welchem aber auch nicht.

Ja.

Und am Sprich aber, was ich jetzt so rausgehört habe, ist ja grundsätzlich eine Welt ohne KI-Content, weiß ich nicht, will es das nochmal geben?

Jan:

Ich glaube es ehrlich gesagt nicht.

Ich glaube, was interessant sein wird, ist, ob es, wird ja oft auch, seit Social Media ist tot, ist es aber eigentlich auch schon ewig, aus den unterschiedlichsten Gründen.

An diese AI-Feeds glaube ich nicht.

Ich glaube eher, es kommt noch mal irgendwas ganz anderes.

Vielleicht ist es dann auch eine Kombination aus,

AI, Gaming, VR, wo es, glaube ich, ganz wilde Sachen noch geben könnte.

Ich glaube, dass es erstmal nicht weggeht.

Aber das ist, was sich in den letzten zwei Jahren bei dem Thema getan hat.

Viele probieren Sachen aus, sind dann fertig mit den Ergebnissen.

Okay, neues Modell, neues Tool.

Das muss man sich auch bewusst sein, dann fängst du eben nochmal wieder von vorne an oder das, was du dir erarbeitet hast, ist dann zwar ein Learning für dich, aber es ist eigentlich schon wieder veraltet und das wird, glaube ich, für alle super challenging.

Ich glaube, keiner weiß ganz genau, was da passiert.

Nicola:

Auch die Plattformen ja nicht, die sind ja auch noch relativ, ja, also wie immer, also es ist keine Neuigkeit bei Facebook oder Meta, irgendwie viele Jahre verfolgt, ist ja so, die versuchen ja immer irgendwie mitzuschwimmen und gucken dann, was funktioniert, was nicht so gut funktioniert.

Was ich aus Industrie-Sicht spannend finde, wenn man die AI-Entwicklung anguckt, ist ja, dass viele im Mittelstand zum Beispiel eher dahin gehen, zu sagen, okay, wir haben KI-Modelle nur für uns, also die nicht offen sind, sondern die nur für dieses Unternehmen funktionieren, für einen gewissen Use Case.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

Also ich glaube, in die Richtung wird sich auch einiges noch tun, dass es nicht so generalistische

Lösungen vielleicht gibt, sondern eher dann fallspezifisch.

Das wäre ja auch auf Content-Sicht natürlich spannend.

Wie du sagst, für euch ist das Language-Thema irgendwie spannender für manche Unternehmen, aber es ist gar kein Thema, weil, keine Ahnung, die haben diese Herausforderung gar nicht.

Also das, glaube ich, nochmal so ein Ding.

Jan:

Eigene Modelle oder vor allem auch Datenschutz, digitale Souveränität ist ein ganz wichtiges Thema für auch Unternehmen.

Will ich meine Daten rausgeben?

Später, wenn ich dann auch mit vielen Kundendaten arbeite, abhängig davon, wer ich bin, darf ich das überhaupt?

Bin ich eine große Anwaltskanzlei?

Will ich…

Daten von aktuellen Mandantenfällen in der KI geben.

Klar gibt es da auch schon wieder eigene Lösungen mit auch den richtigen Datenschutzlösungen, aber das ganze Legal-Thema rund um AI ist super wichtig.

Was passiert mit den Daten von Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen, die die KI nutzen?

Das ist wiederum dann aber ein, wie das heißt, den Vorteil bei Agenturen, weil die sowas natürlich schneller mal ausprobieren können.

Was kann dieses Tool, was kann das Tool?

Das ist ein großer Vorteil, den du in deinem Unternehmen umso größer es wird, umso schwieriger, vielleicht auch umso unnötiger, sondern eher dann von Erfahrung schon profitieren.

Nicola:

Das war schwieriger natürlich, ja.

Jan:

Und da ist, glaube ich, dann die Beraterrolle bei solchen Tools, also der KPI-Berater für Tools für Unternehmen, der ist, glaube ich, nicht unwichtig.

Nicola:

Ja, also unabhängig von KI war das eh schon so ein Thema.

Ich hatte länger oder immer mal wieder auch mit Kollegen, Kolleginnen von Behörden zum Beispiel gesprochen, die auch sagen, ob es KI-Tools sind oder nicht.

Wenn die einen Pitch ausschreiben, müssten die theoretisch alle Tools testen, weil aus Fairnessgründen, viel Spaß, die Tool-Welt ist sehr groß geworden.

Und da ist es zum Beispiel so, dass sie dann teilweise wirklich den Umweg gehen und sagen, okay, wir arbeiten mit einer Agentur zusammen und können so den Umweg gehen.

Also ich glaube auch als Agentur musst du dir halt den Markt echt genau angucken und schauen, wo sind die Bedürfnisse und wo hast du vielleicht dann die Lösung in diesem Wirrwarr oder in dieser Vielfalt,

Und das mit dem Datenschutz ist ein ganz großes Thema.

Aber nicht nur Datenschutz, auch Urheberschutz.

Also wir haben das Thema, Shoutout hier an den Carsten Ulbricht, Stand jetzt, laut ihm ist es so, nach deutschem Recht, das wird sich aber auch nochmal, da wird sich auch viel tun in den nächsten Jahren, also das ist auch sehr dynamisch, dass wenn ein Werk 100% KI generiert ist, dann ist es nicht geschützt.

Dann kann ich das benutzen.

Und das muss ich als Brand natürlich auch mitdenken.

Möchte ich das?

Wenn man sagt, ja, von mir aus, also keine Ahnung, ich finde das nicht schlimm.

Aber wenn ich zum Beispiel einen sehr, sehr hochwertigen Film gedreht habe oder eine Serie oder keine Ahnung und ich es nicht schützen kann,

weil es 100% KI generiert ist, dann muss ich das zumindest mitgedacht haben.

Also das sind so ein paar Dinge, glaube ich, aus Brandsicht, die man nochmal so einfach im Hinterkopf behalten sollte, gerade im Social-Media-Content, wo es sehr schnell produziert wird.

Und ich bin mir ehrlich, bei so Performance-Themen und Werbung und Slots,

Keine Ahnung, ich glaube, da wird auch niemand klauen, glaube ich.

Aber bei zum Beispiel sehr hochwertigen Werbeclips, wo viel Arbeit drin steckt, da muss man sich das, glaube ich, schon mal angucken, wie sehr will man das schützen auch.

Jan:

Ja, ich finde aber richtig, dass es nicht geschützt ist.

Weil, ja, ich prompte das, ich habe mir vielleicht die Idee überlegt, aber die kreative Umsetzung macht die KI und nicht die Personen dahinter.

Deswegen finde ich das in diesem Fall schon richtig, aber es ist natürlich klar, das kann passieren.

Das kann ein Unternehmen nicht wollen, speziell wenn es Brand-Kampagnen sind.

Wenn das jetzt so austauschbare Prospekt-Spots sind, da sehen die alle jetzt schon gleich aus.

Nicola:

Ja, ich glaube, da ist es nicht so dramatisch, ne?

Jan:

Da brauchst du auch nicht kreativ groß was zu klauen.

Obwohl Agenturen ja auch schon längere Zeit nicht schlecht darin sind, Ideen zu klauen und zu adaptieren.

Nicola:

Gut adaptiert, nennt man das dann.

Jan:

Ja.

Nicola:

Ja, genau.

Jan:

Clever geklaut.

Nicola:

Also clever geklaut, ja, genau.

Ja, aber das wird schon nochmal ein Thema sein.

Also ich glaube auch aus CI-Sicht und aus Brandsicht einfach, wie weit kann man da gehen?

Und da wird sich auch einiges tun.

Grundsätzlich vielleicht nochmal aus deiner Sicht, wenn wir jetzt zu dem Slop-Thema nochmal schauen,

vielleicht auch so final aus Usersicht, wie schätzt du das ein?

Denkst du, die Leute werden überdrüssig oder akzeptiert man das?

Weil das ist ja auch so eine Glaskugel und auch ein schmaler Grat.

Jan:

Also, persönlicher Case, was mich nervt, ist, wenn ich sowas geschickt bekomme.

Nicola:

Nervt es?

Wie weit muss es gehen, dass die Leute keinen Bock mehr auf die Plattform haben?

Oh Gott, ja, ich hasse das auch.

Jan:

So, und dann, das hast du vor anderthalb Jahren nicht gehabt und jetzt ist es so, du kriegst irgendwas oder siehst irgendwas, ist das jetzt echt oder nicht?

Nicola:

im Feed landet und man will es nicht.

Ja.

Jan:

Und dann geht es schon los, will ich mir überhaupt Gedanken darüber machen müssen, ob das jetzt was Echtes ist oder nicht?

Wird es mir irgendwann egal sein, ob das echt ist oder nicht?

Persönlich würde ich sagen, wenn das nicht echt ist, dann verliert es 80 Prozent mindestens von seinem Reiz.

Es gibt ja verschiedene Beispiele, gerade bei Tiervideos, Bären laufen, fünf Bären laufen auf den Hinterpfoten die Straße lang.

Wenn es echt wäre, würde ich sagen, lustig, krass.

Wenn es KI ist, witzlos.

Und…

Ich glaube, Leute wollen nicht überlegen, ob das echt ist oder nicht.

Und dann wird sich entscheiden, ob es die Leute interessiert, ob es echt ist oder nicht.

Und da es dann so eine breite Masse ist, ich glaube, es wird an Reiz und an Wirkung sowas verlieren.

Das ist vielleicht jetzt am Anfang lustig.

Tob dich aus, mach bescheuerte Sachen.

Da gibt es ja…

Papa Platte gleich am Anfang sein Profil zur Verfügung gestellt für Sora und gesagt habe, hier, mach damit quasi, was ihr wollt.

Dann kommen natürlich bescheuerte, lustige Videos raus, aber die will ich dann auch nach zwei Wochen, okay, ich habe es jetzt gesehen.

Was kommt jetzt?

Nicola:

Also es geht schon um Unterhaltung auch, ne?

Also dass man unterhalten bleibt, oder?

Jan:

Ja, das würde ich sagen, darum sind ja, die Leute auf Social Media lassen sich berieseln, wollen sich unterhalten lassen.

Information, es gibt dann auch diese Infovideos, die mit KI gemacht sind, finde ich dann fast noch eher okay.

Da geht es dann wieder darum, sind denn die Infos korrekt, die ich da übermittelt bekomme.

Aber diese Videos, die so echt aussehen sollen, es dann aber nicht sind.

Warum?

Nicola:

Also ich finde, wie gesagt, ich glaube, am Ende ist ja auch die Idee und die kreative Fallhöhe irgendwie entscheidend.

Jan:

Ich habe es nicht so gut.

Nicola:

Also wenn es 100% KI generiert ist, aber die Grundstory oder die Grundidee ist gut und erhält mich, habe ich halt weniger Probleme, glaube ich, damit.

Schwierig wird es, wie du sagst, mit so…

Ja, austauschbaren Sachen.

Und mir geht es ähnlich.

Ich bin zu faul.

Ich habe keinen Bock, drüber nachdenken zu müssen, ob das Video echt ist oder nicht.

Ich habe da gar keine Lust zu.

Weil ich muss in meinem internen Hirn, ich muss im Hirn intern den Filter immer drüber laufen lassen.

Und das finde ich super anstrengend.

Jan:

Es.

Nicola:

Deswegen, keine Ahnung, auch wenn es gekennzeichnet ist oder nicht, weiß ich nicht, finde ich auch nervig.

Und jetzt mal kurz.

Also meine Einschätzung nach ist deswegen auch der echte Content bis zu einem gewissen Grad wieder relevanter, weil ich da nicht nachdenken muss, weißt du?

Wenn ich jetzt zum Beispiel, ich komme aus dem Sport, Bundesliga-Highlights sehe und ich weiß, das sind die Bundesliga-Highlights, fertig.

Also das wird spannend, dieses Spannungsfeld wird spannend, ob dieser AI-Slob auch dazu führt, dass du es dir wieder einfacher machen kannst bis zu diesem Grad, indem du total einfach echten Content machst, der vielleicht auch gar nicht so teuer ist und gar nicht so aufwendig, aber weil die Leute dann nicht mehr drüber nachdenken müssen, ob das jetzt, wie soll ich das einordnen?

Jan:

Wie soll ich das einordnen und Kennzeichnungsplicht?

Das meiste ist ja nicht gekennzeichnet.

Nicola:

Ja eben, sowieso nicht, ja, ja.

Jan:

Also es ist ja eher so, die versuchen ja, also gibt es ja auch welche, die dann Tausende von Videos raushauen in der Woche.

die nutzen dann ja wiederum KI, um es so aussehen zu lassen, als wäre es nicht mit KI erstellt.

Dann gibt es ja so Indikatoren, okay, das ist ein Indikator davor, die nutzen dann wiederum KI, um dass es nicht so offensichtlich ist.

Nicola:

Was ein Riesenaufwand ist, was ja auch wieder voll der Quatsch ist, wenn du überlegst.

Jan:

Also man will ja, dass es nicht nach KI aussieht, aber

Aber ist es dann wirklich notwendig?

Oder ist es dann der Sinn dahinter?…………………

Nicola:

Also letztlich ist ja immer die Frage erstmal, also Aufwand und Ertrag, also ich bin halt super pragmatisch, wenn ich halt viel, viel, viel, viel mehr Aufwand habe, als würde ich einfach das Handy in die Hand nehmen und das Video schnell drehen, dann habe ich schon gar keinen Bock mehr.

Das ist, glaube ich, das eine, als Unternehmen musst du auch überlegen, wie viel Zeit investierst du da.

Als Test und so und wenn du es in ein Framework bekommst, dass es irgendwie schneller funktioniert, finde ich, macht es voll Sinn, aber letztlich unterm Strich musst du auch gucken, Aufwand und Ertrag.

Dann, glaube ich, immer und dann auch strategisch, es gibt Branchen, wo das total Sinn macht.

Also zum Beispiel, wenn ich jetzt in einem Pharma-Bereich arbeite oder in irgendwelchen sehr spezialisierten Bereichen, wo ich vielleicht nicht mit Menschen arbeiten kann.

Jan:

Vielen Dank.

Nicola:

dann macht es vielleicht Sinn, Lösungen zu finden, wo man Sachen generiert, wie du sagst, wir hatten das Thema Infografien, aber auch vielleicht Avatare, die Dinge erklären können, wo du auch Menschen schützen kannst.

Ich finde, das macht auch total Sinn.

Und ich glaube, das ist so ein großes, großes Spielfeld, wo jeder, alle, die auch zuhören, wäre mal spannend, in welchen

Also wo tut es weh?

Also wo ist vielleicht eine Grenze, wo ich was nicht machen kann?

Und sich dann vielleicht auch zu überlegen, gibt es da eine KI-Lösung?

Jan:

Es wird noch viel schlimmer und dann wird es sich, glaube ich, bereinigen, verändern.

Nicola:

Also abschließend, AI-Slope oder nicht, wird es schlimmer, weniger schlimm?

Was wäre das Abschließt?

Fazit, Tipp?

Ich finde, es hört sich doch gut an, also nach dem Sturm, eigentlich wie immer, oder?

In den letzten fünf Jahren immer so gewesen, oder?

Ja, es wird schlimmer und dann haben die Leute genug und dann wird es wieder normalisiert.

Jan:

Und so wird es auch sein.

Das ist eigentlich dieser Hype-Cycle und der hat sich ja oft schon als ein Pferd ausgesucht.

Nicola:

Bewahrheitet.

In dem Sinne, vielen, vielen Dank für deine Zeit.

Wir werden uns bestimmt nochmal hören vielleicht auch in diesem Jahr und das Thema auch weiterhin beobachten.

Ich bin gespannt.

Weg kommen wir von dem Thema nicht, aber wie wir damit umgehen.

Also ich glaube, das bleibt eine Diskussion, gerade im Social-Bereich.

Und in dem Sinne, vielen, vielen Dank, Jan, für deine Zeit.

Jan:

Dankeschön, hat Spaß gemacht.

Happy Slopping.

Tschüss.

Nicola:

Ciao, wir hören uns.

Nicola Kiermeier
Nicola Kiermeierhttp://frauhood.com
Nicola Kiermeier ist Redakteurin bei Allsocial.de, kümmerte sich bis Sommer 2023 um die Programmleitung der AllSocial-Konferenzen und war von 2021 bis Ende April 2024 Chefredakteurin.Im Netz bekannt als „Frau Hood“, ist sie Senior Managerin Strategy, Innovation & Special Projects bei SPORT1. In dieser Rolle treibt Nicola Projekte an der Schnittstelle zwischen digitaler Vermarktung und Content voran.

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